Der Prozess · Schritt 6 von 6
Portfolio & Monitoring
Passt sie zu deiner Positionsgröße und Beobachtungskapazität?
Warum der Prozess nicht mit einer Kaufentscheidung endet
Die ersten fünf Schritte beantworten „Ist das Unternehmen gut?". Schritt 6 fragt: „Passt eine Position zu mir, meinem Portfolio und meiner tatsächlichen Beobachtungskapazität?" — auch ein exzellentes Unternehmen kann eine ungeeignete Position sein.
Drei Leitfragen vor der Positionierung
- Wie hoch wäre die maximale Positionsgröße, gemessen an einem im Totalverlustfall verkraftbaren Portfolioanteil?
- Wie viele vergleichbare Positionen mit ähnlichem Risikoprofil bestehen bereits?
- Wie realistisch ist die regelmäßige Beobachtung — Berichte, Ad-hoc-Meldungen, Kapitalmarkttermine?
Monitoring-Auslöser
- Neuer Jahres- oder Quartalsbericht.
- Ad-hoc-Mitteilung mit Bezug zu Schritt-3-Kennzahlen.
- Angekündigte Kapitalmaßnahme.
- Wechsel in Vorstand, Aufsichtsrat oder Abschlussprüfer.
- Wesentliche Änderung im Streubesitz.
Drei mögliche Ergebnisse
Weiter beobachten
Fester Beobachtungsrhythmus.
Fester Beobachtungsrhythmus.
Watchlist mit Termin
Konkreter Wiedervorlagetermin.
Konkreter Wiedervorlagetermin.
Endgültig ausschließen
Kriterium aus Schritt 2 bestätigt/verschlechtert.
Kriterium aus Schritt 2 bestätigt/verschlechtert.
Typische Fehler
- Die Positionsgröße nachträglich an die eigene Überzeugung anpassen.
- Klumpenrisiko nur auf Einzeltitel-Ebene prüfen, nicht auf Ebene korrelierter Positionen.
- Eine Watchlist-Position ohne konkreten Wiedervorlagetermin führen.
Häufige Fragen
Wie oft sollte eine Position neu bewertet werden?
Ein fester Rhythmus, z. B. nach jedem Quartalsbericht, ist zuverlässiger als ein rein ereignisgetriebenes Vorgehen.
Ist eine Watchlist-Position eine Kaufempfehlung?
Nein — sie ist ausschließlich ein Wiedervorlagetermin für eine erneute, vollständige Durchführung des Prozesses.