Begriff · Liquidität & Handel

Stop-Limit Order

AdvancedSynonym: Stop-Limit-Auftrag
Kurz erklärtEine Stop-Limit Order verbindet einen Auslöseschwellenwert (Stop) mit einem Limit: Wird der Stop erreicht, entsteht eine Limit-Order, die nur bis zum gesetzten Limit ausgeführt wird. Sie schützt vor sehr schlechten Kursen, kann aber teilweise oder gar nicht ausgeführt werden.

Definition

Eine Stop-Limit Order kombiniert einen Auslöseschwellenwert (Stop) mit einem Limit. Erreicht der Kurs den Stop, wird eine Limit-Order in den Markt gelegt, die nur bis zum festgelegten Limit ausgeführt wird. Sie schützt vor Ausführungen zu unerwartet schlechten Kursen, riskiert aber eine Teil- oder Nichtausführung.

Warum es bei Nebenwerten zählt

Bei illiquiden Micro-Caps mit großen Spreads verhindert die Limit-Komponente Ausführungen zu Extremkursen. Zugleich steigt das Risiko, dass die Order in einem schnellen Markt gar nicht ausgeführt wird.

Häufige Fehllesungen

  • Eine Stop-Limit Order wird oft mit einer Stop-Market Order verwechselt und fälschlich als garantierte Ausführung angesehen.

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sie sich von einer Stop-Market Order?
Die Stop-Market Order wird nach Auslösung bestens ausgeführt, notfalls zu schlechten Kursen. Die Stop-Limit Order begrenzt den Ausführungskurs, riskiert dafür aber eine Nichtausführung.
Wann ist eine Stop-Limit Order sinnvoll?
Wenn man in illiquiden oder volatilen Titeln Ausführungen zu Extremkursen vermeiden will. Man akzeptiert dafür, dass die Order in schnellen Märkten unausgeführt bleiben kann.
Welches Hauptrisiko besteht?
Bewegt sich der Kurs am Limit vorbei, bleibt die Order offen. Bei Nebenwerten mit dünnem Orderbuch kann das dazu führen, dass eine gewünschte Positionsanpassung nicht zustande kommt.
Kategorie: Liquidität & Handel · OrdertypenRelevanz: AdvancedJurisdiktion: International

Nur Bildung, keine Anlageberatung. Bandbreiten und Schwellen sind didaktische Orientierungswerte, kein offizieller Standard.