Begriff · Kapitalmaßnahmen & Finanzierung
Earn-out
Kurz erklärtEin Earn-out ist ein Kaufpreisbestandteil, der nur bei Erreichen bestimmter operativer oder finanzieller Ziele nach einer Übernahme gezahlt wird. Bei Nebenwerten überbrückt er Bewertungsunsicherheit, erzeugt aber Bilanz- und Integrationsrisiken.
Definition
Kaufpreisbestandteil, der nur gezahlt wird, wenn nach einer Übernahme bestimmte operative oder finanzielle Ziele erreicht werden.
Berechnung / Formel
Formel. Earn-out = bedingte Zahlung abhängig von Umsatz, EBITDA, Meilensteinen oder anderen KPIs.
Warum es bei Nebenwerten zählt
Im Nebenwertebereich nutzen Earn-outs oft bei Akquisitionen, um Bewertungsunsicherheit zu überbrücken; zugleich entstehen Bilanz- und Integrationsrisiken.
Häufige Fehllesungen
- Wird als günstige Übernahme dargestellt; bei Zielerreichung kann der tatsächliche Kaufpreis deutlich steigen.
Häufige Fragen
Was ist ein Earn-out?
Es ist eine bedingte, erfolgsabhängige Nachzahlung auf den Kaufpreis. Sie fällt nur an, wenn vereinbarte Ziele erreicht werden.
Woran wird ein Earn-out geknüpft?
Üblich sind Ziele wie Umsatz, EBITDA oder operative Meilensteine. Die Zahlung hängt davon ab, ob diese Kennzahlen erreicht werden.
Warum kann ein Earn-out den Kaufpreis erhöhen?
Eine Übernahme wirkt zunächst günstig, doch bei Zielerreichung steigt der tatsächliche Preis deutlich. Der niedrige Anfangspreis täuscht dann leicht.
Verwandte Begriffe
Quellen
Primär
Bundesministerium der Justiz – Aktiengesetz (AktG)
https://www.gesetze-im-internet.de/aktg/
https://www.gesetze-im-internet.de/aktg/
Methodik
EUR-Lex – EU-Prospektverordnung, Verordnung (EU) 2017/1129
https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2017/1129/oj
https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2017/1129/oj
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