Begriff · Portfolio & Umsetzung

Market Order

AdvancedSynonym: Bestens-Order, Billigst-Order, Marktorder
Kurz erklärtEine Market Order kauft oder verkauft sofort zum nächsten verfügbaren Kurs und garantiert die Ausführung, nicht aber den Preis. In illiquiden kleinen Werten mit dünnem Orderbuch kann sie zu deutlich schlechteren Kursen führen als erwartet, weil sie mehrere Preisstufen abräumt.

Definition

Eine Market Order ist ein Auftrag, ein Wertpapier sofort zum nächsten verfügbaren Kurs zu kaufen oder zu verkaufen. Sie priorisiert die Ausführung gegenüber dem Preis und wird gegen die im Orderbuch verfügbare Liquidität ausgeführt. Anders als bei einer Limit Order gibt es keine Preisober- oder -untergrenze.

Warum es bei Nebenwerten zählt

In illiquiden Nano- und Micro-Caps mit dünnem Orderbuch kann eine Market Order zu deutlich schlechteren Kursen ausgeführt werden als erwartet, weil sie mehrere Orderbuch-Ebenen abräumt. Der Slippage-Effekt ist hier besonders groß.

Häufige Fehllesungen

  • Eine Market Order wird als Garantie für den zuletzt gesehenen Kurs missverstanden, obwohl nur die Ausführung, nicht der Preis garantiert ist.

Häufige Fragen

Wann ist eine Market Order sinnvoll?
Vor allem bei liquiden Werten, wenn schnelle Ausführung wichtiger ist als ein exakter Preis. In illiquiden Titeln ist Vorsicht geboten.
Was ist der Hauptunterschied zur Limit Order?
Die Limit Order legt einen maximalen Kauf- oder minimalen Verkaufspreis fest und wird nur innerhalb dieser Grenze ausgeführt. Die Market Order kennt keine Preisgrenze.
Warum ist Slippage bei Market Orders ein Thema?
Weil in dünnen Orderbüchern nicht genug Volumen zum aktuellen Kurs vorhanden ist und die Order schlechtere Preise mehrerer Orderbuch-Ebenen abgreift.
Kategorie: Portfolio & Umsetzung · OrdertypenRelevanz: AdvancedJurisdiktion: International

Nur Bildung, keine Anlageberatung. Bandbreiten und Schwellen sind didaktische Orientierungswerte, kein offizieller Standard.