Off-Book Trading
Definition
Off-Book Trading bezeichnet Wertpapiergeschäfte, die außerhalb des zentralen Orderbuchs einer Börse abgeschlossen werden, etwa bilateral zwischen zwei Parteien oder über systematische Internalisierer. Die Transaktionen werden häufig erst nachträglich gemeldet und erscheinen nicht in der laufenden Orderbuch-Preisbildung. In der EU unterliegt die Nachhandelstransparenz den Vorgaben von MiFID II/MiFIR.
Warum es bei Nebenwerten zählt
Bei Nano- und Micro-Caps kann ein großer Teil des Volumens off-book laufen, sodass die im Orderbuch sichtbare Liquidität die tatsächliche Handelbarkeit über- oder unterschätzt. Das erschwert die Einschätzung von Spreads und Markttiefe.
Häufige Fehllesungen
- Off-Book-Volumen wird oft mit dunkler, verdächtiger Aktivität gleichgesetzt, obwohl es sich meist um regulär gemeldete bilaterale Geschäfte handelt.
Häufige Fragen
Ist Off-Book Trading dasselbe wie ein Dark Pool?
Werden Off-Book-Geschäfte veröffentlicht?
Warum ist das für kleine Aktien wichtig?
Verwandte Begriffe
Quellen
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32014R0600
Nur Bildung, keine Anlageberatung. Bandbreiten und Schwellen sind didaktische Orientierungswerte, kein offizieller Standard.