Begriff · Liquidität & Handel
Orderbuch-Tiefe
Kurz erklärtDie Orderbuch-Tiefe beschreibt, wie viele Kauf- und Verkaufsaufträge auf mehreren Preisstufen liegen und wie viel Volumen sich bewegen lässt, bevor sich der Preis merklich verschiebt. Bei Nebenwerten zeigt sie die reale Ausführbarkeit, während ein Wert optisch liquide wirken kann.
Definition
Menge an Kauf- und Verkaufsaufträgen auf mehreren Preisstufen im Orderbuch. Tiefe zeigt, wie viel Volumen absorbiert werden kann, bevor sich der Preis merklich bewegt.
Berechnung / Formel
Formel. Keine Bilanzformel; Analyse über kumuliertes Volumen auf Bid-/Ask-Seite bis zu definierten Preisabständen.
Warum es bei Nebenwerten zählt
Im Nebenwertebereich können optisch liquide wirken, obwohl nur wenige Stücke auf dem besten Kurs liegen; Orderbuch-Tiefe zeigt die reale Ausführbarkeit.
Häufige Fehllesungen
- Wird mit Handelsvolumen verwechselt; Volumen ist historisch, Orderbuch-Tiefe ist aktuelle Marktmikrostruktur.
Häufige Fragen
Was ist die Orderbuch-Tiefe?
Sie gibt an, wie viel Angebot und Nachfrage über verschiedene Preisstufen im Orderbuch verteilt sind. Große Tiefe bedeutet, dass hohe Volumen ohne starke Kursbewegung handelbar sind.
Wie beurteilt man die Orderbuch-Tiefe?
Man betrachtet das kumulierte Volumen auf Kauf- und Verkaufsseite bis zu bestimmten Preisabständen. Das zeigt, wie belastbar der Kurs bei größeren Orders ist.
Warum darf man Tiefe und Handelsvolumen nicht verwechseln?
Das Volumen ist eine historische Größe, die Orderbuch-Tiefe zeigt die aktuelle Marktmikrostruktur. Ein Wert kann bei dünnem Buch trotz Volumen schwer handelbar sein.
Verwandte Begriffe
Quellen
Primär
EUR-Lex – MiFID II, Richtlinie 2014/65/EU
https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2014/65/oj
https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2014/65/oj
Methodik
Nur Bildung, keine Anlageberatung. Bandbreiten und Schwellen sind didaktische Orientierungswerte, kein offizieller Standard.