Begriff · Liquidität & Handel
Slippage
Kurz erklärtSlippage ist der Abstand zwischen erwartetem und real erzieltem Ausführungskurs; er entsteht aus Spread, Kursbewegung während der Orderausführung und Markteinfluss. Bei Nebenwerten kann er die Investmentthese spürbar verändern, da die Handelskosten anteilig weit über denen großer Werte liegen können.
Definition
Differenz zwischen erwartetem Ausführungspreis und tatsächlich erzieltem Ausführungspreis. Slippage umfasst Spread, Kursbewegung während der Order und Marktimpact.
Berechnung / Formel
Formel. Slippage = tatsächlicher Ausführungspreis − Referenzpreis; relativ: Slippage ÷ Referenzpreis.
Warum es bei Nebenwerten zählt
Im Nebenwertebereich kann Slippage die Investmentthese materiell verändern, weil Transaktionskosten prozentual deutlich höher als bei Large Caps sein können.
Häufige Fehllesungen
- Wird oft nur als Brokerkosten gesehen; tatsächlich ist es eine versteckte Renditebelastung aus Marktstruktur.
Häufige Fragen
Was ist Slippage?
Es ist der Unterschied zwischen dem geplanten und dem realisierten Ausführungskurs einer Order. Er entsteht durch Spread, Kursbewegung und Markteinfluss der Order.
Wie misst man Slippage?
Man vergleicht den tatsächlichen Ausführungspreis mit einem Referenzpreis, absolut oder relativ zum Referenzpreis. So wird die verdeckte Handelsbelastung sichtbar.
Warum ist Slippage mehr als eine Brokergebühr?
Sie wird oft für reine Kosten gehalten, ist aber eine versteckte Renditebelastung aus der Marktstruktur. Gerade bei illiquiden Werten kann sie erheblich sein.
Verwandte Begriffe
Quellen
Primär
EUR-Lex – MiFID II, Richtlinie 2014/65/EU
https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2014/65/oj
https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2014/65/oj
Methodik
Nur Bildung, keine Anlageberatung. Bandbreiten und Schwellen sind didaktische Orientierungswerte, kein offizieller Standard.