Order Flow
Definition
Order Flow bezeichnet den Strom eingehender Kauf- und Verkaufsaufträge für ein Wertpapier über die Zeit. Er zeigt, ob im Markt tendenziell Kauf- oder Verkaufsdruck überwiegt, und beeinflusst kurzfristige Kursbewegungen und Liquidität. Die Analyse des Order Flow ist Teil der Marktmikrostruktur.
Berechnung / Formel
Warum es bei Nebenwerten zählt
Bei illiquiden Nebenwerten mit dünnem Orderbuch kann ein einzelner großer Auftrag den Order Flow und damit den Kurs stark verzerren. Ein unausgewogener Orderfluss verstärkt Preisschwankungen und Ausführungsrisiken.
Häufige Fehllesungen
- Order Flow ist kein verlässlicher Vorhersagewert für künftige Kurse; ein kurzfristiges Ungleichgewicht spiegelt oft nur einzelne Aufträge und keine fundamentale Entwicklung wider.
Häufige Fragen
Wie hängt Order Flow mit Liquidität zusammen?
Kann man aus dem Order Flow Kurse vorhersagen?
Warum ist der Order Flow bei Micro-Caps volatiler?
Verwandte Begriffe
Nur Bildung, keine Anlageberatung. Bandbreiten und Schwellen sind didaktische Orientierungswerte, kein offizieller Standard.