Wandelanleihe
Definition
Eine Wandelanleihe ist eine festverzinsliche Schuldverschreibung, die dem Inhaber das Recht einräumt, sie zu vorab festgelegten Bedingungen in Aktien des Emittenten zu tauschen. Sie verbindet Fremdkapitalcharakter mit einer eingebetteten Aktienoption. Die Ausgabe erfordert in Deutschland regelmäßig bedingtes Kapital nach § 192 AktG.
Warum es bei Nebenwerten zählt
Small- und Micro-Caps nutzen Wandelanleihen, um sich günstiger zu finanzieren als über reines Fremdkapital. Bei Wandlung entsteht jedoch Verwässerung, die bestehende Aktionäre spürbar treffen kann.
Häufige Fehllesungen
- Eine Wandelanleihe wird oft als reine Schuld gelesen, obwohl sie bei Wandlung zusätzliches Aktienkapital und damit Verwässerung erzeugt.
Im Prozess
Häufige Fragen
Warum geben Unternehmen Wandelanleihen aus?
Was bedeutet die Wandlung für Altaktionäre?
Welche rechtliche Grundlage gilt in Deutschland?
Verwandte Begriffe
Quellen
https://www.gesetze-im-internet.de/aktg/__192.html
Nur Bildung, keine Anlageberatung. Bandbreiten und Schwellen sind didaktische Orientierungswerte, kein offizieller Standard.