Begriff · Bewertung

EV/EBITDA

Core
Kurz erklärtEV/EBITDA vergleicht den Enterprise Value mit dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Das ist bei kapitalintensiven Nebenwerten hilfreich, da starke Abschreibungen die EBIT-Marge optisch nach unten ziehen.

Definition

EV/EBITDA setzt den Enterprise Value ins Verhältnis zum EBITDA. Es vergleicht einen Wert für alle Kapitalgeber mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.

Berechnung / Formel

Formel. EV/EBITDA = Enterprise Value ÷ konsistent definiertes EBITDA.

Warum es bei Nebenwerten zählt

EV/EBITDA ist bei kapitalintensiven Nebenwerten nützlich, weil hohe Abschreibungen die EBIT-Marge optisch drücken können.

Häufige Fehllesungen

  • EBITDA ist kein Cashflow und blendet Investitionsbedarf aus. Leasing, Bereinigungen und unterschiedliche EBITDA-Definitionen können Peer-Vergleiche verzerren.

Häufige Fragen

Was ist das EV/EBITDA-Verhältnis?
Es ist ein Bewertungsmultiplikator, der den Unternehmenswert auf das EBITDA bezieht. So lässt sich die Bewertung vor dem Einfluss von Abschreibungen betrachten.
Wann ist EV/EBITDA besonders geeignet?
Bei hohen Abschreibungen liefert es einen faireren Vergleich als gewinnbasierte Multiples. Wichtig ist, dass das EBITDA konsistent definiert wird.
Welche Grenzen hat EV/EBITDA?
Der Multiplikator berücksichtigt weder den laufenden Investitionsbedarf noch die tatsächliche Zahlungsmittelentwicklung. Auch Leasingeffekte, aggressive Bereinigungen und uneinheitliche EBITDA-Abgrenzungen können den Vergleich mit Wettbewerbern verfälschen.

Verwandte Begriffe

Quellen

Primär
NYU Stern – Aswath Damodaran, Valuation Resources
https://pages.stern.nyu.edu/\~adamodar/
Methodik
Kategorie: Bewertung · BewertungsmultiplikatorenRelevanz: CoreJurisdiktion: International

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