Begriff · Bewertung

KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis)

Core
Kurz erklärtDas KGV vergleicht Aktienkurs oder Marktkapitalisierung mit dem Ergebnis je Aktie bzw. dem den Aktionären zurechenbaren Gewinn. Bei jungen oder zyklischen Nebenwerten verzerren Einmaleffekte und schwankende Gewinne die Kennzahl, sodass sie isoliert wenig aussagt.

Definition

Das KGV setzt den Aktienkurs oder die Marktkapitalisierung ins Verhältnis zum Gewinn je Aktie beziehungsweise zum den Aktionären zurechenbaren Gewinn.

Berechnung / Formel

Formel. KGV = Aktienkurs ÷ EPS oder Marktkapitalisierung ÷ den Stammaktionären zurechenbarer Gewinn.

Warum es bei Nebenwerten zählt

bei jungen oder zyklischen Nebenwerten kann das KGV durch Einmaleffekte oder schwankende Gewinne stark verzerrt sein und ist isoliert nur begrenzt aussagekräftig.

Häufige Fehllesungen

  • Bei negativem EPS ist das KGV wirtschaftlich nicht sinnvoll interpretierbar. Ein niedriges positives KGV kann Peak-Earnings, hohe Verschuldung oder strukturelle Risiken widerspiegeln.

Häufige Fragen

Was ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)?
Es zeigt, wie viel Anleger je Einheit Gewinn zu zahlen bereit sind. Ein hohes KGV signalisiert oft hohe Erwartungen.
Wie berechnet man das KGV?
Man teilt den Aktienkurs durch das Ergebnis je Aktie oder die Marktkapitalisierung durch den zurechenbaren Gewinn. Sinnvoll ist die Betrachtung über mehrere Jahre.
Wann ist das KGV wenig aussagekräftig?
Bei negativem Ergebnis lässt es sich wirtschaftlich nicht sinnvoll deuten. Ein niedriges positives KGV kann Spitzenjahre, hohe Verschuldung oder strukturelle Risiken verdecken.

Verwandte Begriffe

Quellen

Methodik
NYU Stern – Aswath Damodaran, Valuation Resources
https://pages.stern.nyu.edu/\~adamodar/
Kategorie: Bewertung · BewertungsmultiplikatorenRelevanz: CoreJurisdiktion: International

Nur Bildung, keine Anlageberatung. Bandbreiten und Schwellen sind didaktische Orientierungswerte, kein offizieller Standard.