Gewichtete durchschnittliche Aktienzahl
Definition
Die gewichtete durchschnittliche Aktienzahl ist die über eine Berichtsperiode zeitanteilig gewichtete Anzahl ausstehender Aktien. Sie berücksichtigt, dass Aktien durch Kapitalerhöhungen, Rückkäufe oder Wandlungen unterjährig hinzukommen oder wegfallen. Sie bildet den Nenner bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie (EPS).
Berechnung / Formel
Warum es bei Nebenwerten zählt
Gerade bei kleinen Unternehmen, die häufig Kapitalerhöhungen durchführen, verzerrt die Verwendung der Aktienzahl zum Stichtag statt des gewichteten Durchschnitts das EPS erheblich. Die Kennzahl ist Voraussetzung für einen sauberen EPS-Vergleich über die Zeit.
Häufige Fehllesungen
- Häufig wird die Aktienzahl zum Bilanzstichtag herangezogen, was bei unterjährigen Kapitalmaßnahmen ein falsches EPS ergibt.
Im Prozess
Häufige Fragen
Warum nicht einfach die Aktienzahl am Jahresende nehmen?
Was hat das mit verwässertem EPS zu tun?
Wo findet man diese Kennzahl?
Verwandte Begriffe
Quellen
https://www.ifrs.org/issued-standards/list-of-standards/ias-33-earnings-per-share/
Nur Bildung, keine Anlageberatung. Bandbreiten und Schwellen sind didaktische Orientierungswerte, kein offizieller Standard.