Begriff · Geschäftsmodell & operative KPIs
F&E-Intensität
Kurz erklärtDie F&E-Intensität ist der Anteil des Forschungs- und Entwicklungsaufwands am Umsatz und zeigt die Innovationsintensität. Sie ist branchenabhängig, nur im Peer-Vergleich aussagekräftig und kann durch aktivierte Entwicklungskosten verzerrt sein, was die Ergebnisqualität überzeichnet.
Definition
Die F&E-Intensität setzt die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen ins Verhältnis zum Umsatz und zeigt, welchen Anteil der Erlöse ein Unternehmen in Innovation investiert. Sie ist branchenabhängig und nur im Peer-Vergleich aussagekräftig. Aktivierte Entwicklungskosten können das Bild verzerren.
Berechnung / Formel
Formel. F&E-Aufwand ÷ Umsatz × 100 %
Warum es bei Nebenwerten zählt
Bei technologielastigen Small Caps entscheidet die F&E-Intensität über künftige Wettbewerbsfähigkeit, kann aber bei aktivierten Kosten die laufende Ergebnisqualität überzeichnen.
Häufige Fehllesungen
- Hohe F&E-Intensität wird als Innovationsstärke gedeutet, obwohl aktivierte statt aufwandswirksamer Buchung das Ergebnis schönen kann.
Häufige Fragen
Wie berechnet man die F&E-Intensität?
Man teilt den Forschungs- und Entwicklungsaufwand durch den Umsatz der gleichen Periode.
Warum spielt die Aktivierung eine Rolle?
Aktivierte Entwicklungskosten belasten das laufende Ergebnis nicht sofort und können die ausgewiesene Ergebnisqualität überzeichnen.
Ist eine hohe Quote gut?
Nicht automatisch. Entscheidend ist, ob die Ausgaben verwertbare Produkte und nachhaltige Wettbewerbsvorteile hervorbringen.
Verwandte Begriffe
Nur Bildung, keine Anlageberatung. Bandbreiten und Schwellen sind didaktische Orientierungswerte, kein offizieller Standard.