Begriff · Kapitalmaßnahmen & Finanzierung
Bezugsrecht
Kurz erklärtDas Bezugsrecht gibt bestehenden Aktionären das Vorrecht, bei einer Kapitalerhöhung neue Aktien im Verhältnis ihrer Beteiligung zu zeichnen. Es schützt vor vollständiger Verwässerung und verdient besondere Prüfung, wenn es ausgeschlossen wird.
Definition
Vorrangiges Recht bestehender Aktionäre, neue Aktien im Rahmen einer Kapitalerhöhung im Verhältnis ihrer bisherigen Beteiligung zu erwerben.
Berechnung / Formel
Formel. Bezugsverhältnis = alte Aktienzahl ÷ neu auszugebende Aktienzahl.
Warum es bei Nebenwerten zählt
Das Bezugsrecht schützt bestehende Aktionäre bei Kapitalerhöhungen vor vollständiger Verwässerung und sollte besonders geprüft werden, wenn es ausgeschlossen wird.
Häufige Fehllesungen
- Ein Bezugsrechtsausschluss wird automatisch als negativ gewertet, ist aber bei kleinen, schnellen Finanzierungsrunden marktüblich und rechtlich geregelt.
Häufige Fragen
Was ist ein Bezugsrecht?
Es ist das vorrangige Recht, bei einer Kapitalerhöhung anteilig neue Aktien zu erwerben. So können Aktionäre ihre Beteiligungsquote halten.
Wie funktioniert das Bezugsrecht?
Das Bezugsverhältnis ergibt sich aus alten zu neu ausgegebenen Aktien. Danach richtet sich, wie viele neue Aktien ein Aktionär beziehen darf.
Ist ein Bezugsrechtsausschluss immer negativ?
Nein, bei kleinen, schnellen Finanzierungen ist er marktüblich und rechtlich geregelt. Er sollte aber genau geprüft werden.
Verwandte Begriffe
Quellen
Primär
Bundesministerium der Justiz – Aktiengesetz (AktG)
https://www.gesetze-im-internet.de/aktg/
https://www.gesetze-im-internet.de/aktg/
Methodik
IFRS Foundation – IAS 33 Earnings per Share
https://www.ifrs.org/issued-standards/list-of-standards/ias-33-earnings-per-share/
https://www.ifrs.org/issued-standards/list-of-standards/ias-33-earnings-per-share/
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