Doppelte Wesentlichkeit
Definition
Die doppelte Wesentlichkeit ist ein Grundprinzip der europäischen Nachhaltigkeitsberichterstattung. Sie verlangt, Nachhaltigkeitsthemen aus zwei Perspektiven zu betrachten: der Wirkung des Unternehmens auf Umwelt und Gesellschaft (Impact-Wesentlichkeit) und der finanziellen Auswirkung von Nachhaltigkeitsthemen auf das Unternehmen (finanzielle Wesentlichkeit). Ein Thema ist berichtspflichtig, wenn es aus mindestens einer der beiden Perspektiven wesentlich ist.
Warum es bei Nebenwerten zählt
Kleinere kapitalmarktorientierte Unternehmen, die unter die CSRD fallen, müssen ihre wesentlichen Themen über die doppelte Wesentlichkeit systematisch herleiten. Der Umfang der Berichtspflicht hängt direkt vom Ergebnis dieser Analyse ab.
Häufige Fehllesungen
- Doppelte Wesentlichkeit wird oft nur als Umweltwirkung verstanden, obwohl sie ausdrücklich auch die finanziellen Rückwirkungen auf das Unternehmen umfasst.
Häufige Fragen
Wo ist die doppelte Wesentlichkeit geregelt?
Was sind die zwei Perspektiven konkret?
Betrifft das auch kleinere Unternehmen?
Verwandte Begriffe
Quellen
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32022L2464
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