Begriff · Regulierung & Kapitalmarktkommunikation

Freiverkehr (Open Market)

Core
Kurz erklärtDer Freiverkehr (Open Market) ist ein nicht-regulierter Marktbereich deutscher Börsen mit geringeren Zulassungsvoraussetzungen als der regulierte Markt. Die meisten kleinen, oft ausländischen Nebenwerte wie kanadische Minengesellschaften notieren in Deutschland hier.

Definition

Nicht-regulierter Marktbereich einer deutschen Börse mit geringeren Zulassungsvoraussetzungen als der regulierte Markt.

Berechnung / Formel

Formel. Keine Kennzahl – privatrechtlich geregeltes Marktsegment.

Warum es bei Nebenwerten zählt

Die meisten kleineren, insbesondere ausländischen Nebenwerte (z. B. kanadische Minengesellschaften) notieren in Deutschland im Freiverkehr.

Häufige Fehllesungen

  • Freiverkehr wird fälschlich mit geringerer Seriosität gleichgesetzt – tatsächlich ist es primär ein anderer regulatorischer Rahmen, kein Qualitätsurteil.

Häufige Fragen

Was ist der Freiverkehr (Open Market)?
Es ist ein privatrechtlich organisiertes Börsensegment mit niedrigeren Zulassungshürden. Er unterliegt anderen Regeln als der regulierte Markt.
Warum notieren viele Small Caps im Freiverkehr?
Die geringeren Anforderungen erleichtern besonders kleinen und ausländischen Unternehmen den Zugang. Kanadische Minenwerte handeln in Deutschland typischerweise in diesem Segment.
Bedeutet Freiverkehr geringere Seriosität?
Nein, es ist vor allem ein anderer regulatorischer Rahmen, kein Qualitätsurteil. Allerdings gelten geringere Transparenz- und Folgepflichten, was eigene Recherche wichtiger macht.

Quellen

Primär
Bundesministerium der Justiz – Börsengesetz (BörsG)
https://www.gesetze-im-internet.de/b\_rsg\_2007/
Kategorie: Regulierung & Kapitalmarktkommunikation · Marktmissbrauch & InsiderrechtRelevanz: CoreJurisdiktion: EU

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